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Energieberatung

Unabhängige Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude

Eine Energieberatung beantwortet eine einzige, aber entscheidende Frage: Welche Maßnahme bringt an Ihrem Gebäude am meisten — und in welcher Reihenfolge sollten Sie vorgehen? Wir nehmen Ihr Gebäude vor Ort auf, rechnen den Ist-Zustand durch und zeigen Ihnen anschließend einen priorisierten Weg. Ohne Produktverkauf, ohne Provision, ohne Bindung an einen Handwerksbetrieb. Sie bekommen von uns keine Empfehlung, an der wir mitverdienen — sondern eine, die zu Ihrem Gebäude, Ihrem Budget und Ihrem Zeithorizont passt.

Tätig sind wir im Kreis Soest, im Hochsauerlandkreis und im Kreis Paderborn — mit persönlicher Vor-Ort-Aufnahme statt Ferndiagnose per Fragebogen.

Unabhängigdena-gelistetBAFA-/KfW-zugelassenWohn- & Nichtwohngebäude
Energieberatung: Bewertung der Energieeffizienzklasse eines Wohngebäudes

Was eine Energieberatung leistet — und was sie nicht leistet

Sagen wir zuerst, was Sie nicht bekommen: keine Garantie auf eine bestimmte Einsparung in Euro. Wer Ihnen vorab „40 % weniger Heizkosten“ zusichert, ohne Ihr Gebäude gesehen zu haben, verkauft Ihnen etwas. Der reale Verbrauch hängt von Ihrem Nutzerverhalten, dem Wetter, den Energiepreisen und der Ausführungsqualität ab — Faktoren, die kein Berater kontrolliert.

Was Sie stattdessen bekommen:

  • eine belastbare Bestandsaufnahme: Bauteilaufbauten, U-Werte, Heizungstechnik, Lüftungssituation, Schwachstellen
  • eine rechnerische Bilanz des Gebäudes statt eines Bauchgefühls
  • einen priorisierten Maßnahmenplan mit Kostenschätzungen und Einsparbandbreiten
  • eine Förderprüfung auf dem jeweils aktuellen Stand
  • eine Einschätzung zur Reihenfolge — denn die falsche Reihenfolge kostet Geld

Der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Wer zuerst die Heizung tauscht und erst danach dämmt, hat eine überdimensionierte Anlage im Keller stehen, die dauerhaft ineffizient läuft. Wer die Fassade dämmt, ohne die Lüftung mitzudenken, bekommt Feuchteprobleme. Die Reihenfolge ist kein Detail, sondern der Kern der Beratung.

Für wen sich eine Energieberatung lohnt

Eigentümer mit hohen Heizkosten. Der häufigste Anlass. Wichtig zu wissen: Nicht immer ist die Gebäudehülle die Ursache. Manchmal liegt es an einer falsch eingestellten Anlage — und dann ist eine Optimierung für einen dreistelligen Betrag sinnvoller als eine Dämmung für einen fünfstelligen.

Käufer vor der Kaufentscheidung. Hier ist die Beratung am wertvollsten, weil Sie noch verhandeln können. Wir schätzen den Sanierungsstau realistisch ein — auch dann, wenn das Ergebnis gegen den Kauf spricht.

Erben und Modernisierer. Ein geerbtes Haus aus den 1960ern hat oft eine klare Prioritätenliste, die von außen nicht sichtbar ist.

Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften. Hier kommen Modernisierungsumlage, CO₂-Kostenaufteilung und Beschlussfassung ins Spiel. Für WEG erstellen wir Unterlagen, die in der Eigentümerversammlung tragfähig sind.

Gewerbe und Nichtwohngebäude. Hallen, Werkstätten, Praxen, Verwaltungsgebäude und landwirtschaftliche Objekte folgen einer eigenen Logik — dazu unten mehr.

Ehrlich gesagt: Wenn Sie ein Gebäude von 2018 bewohnen und wissen wollen, ob sich eine Dämmung lohnt — dann meistens nicht, und das sagen wir Ihnen im Erstgespräch, bevor Sie Geld ausgeben.

Von der schlechten zur guten Effizienzklasse — die Reihenfolge der Maßnahmen entscheidet über das Ergebnis.
Von der schlechten zur guten Effizienzklasse — die Reihenfolge der Maßnahmen entscheidet über das Ergebnis.

So läuft die Beratung ab

1

Erstgespräch (kostenfrei)

Telefonisch oder per E-Mail. Wir klären Ihr Anliegen, den sinnvollen Leistungsumfang und nennen Ihnen einen konkreten Preis inklusive der aktuell möglichen Förderung. Erst danach entscheiden Sie.

2

Vor-Ort-Aufnahme

Wir sehen uns das Gebäude an: Bauteile, Anschlussdetails, Keller, Dachraum, Heizungsanlage, Fenster, Lüftungssituation. Wo sinnvoll, setzen wir Thermografie ein. Bringen Sie vorhandene Unterlagen mit — Baupläne, alte Rechnungen, Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre.

3

Berechnung und Analyse

Wir bilden Ihr Gebäude rechnerisch ab und ermitteln, wo die Energie tatsächlich verloren geht. Aus dem Modell heraus lassen sich Varianten durchspielen: Was passiert, wenn nur das Dach gedämmt wird? Was, wenn zusätzlich die Fenster getauscht werden?

4

Maßnahmenplan und Förderprüfung

Sie erhalten eine schriftliche Auswertung mit priorisierten Maßnahmen, Kostenschätzungen, Einsparbandbreiten und den passenden Förderprogrammen.

5

Besprechung

Wir gehen das Ergebnis mit Ihnen durch — verständlich, ohne Fachjargon, mit Raum für Rückfragen. Auf Wunsch begleiten wir anschließend die Umsetzung.

Was eine Energieberatung kostet — und was gefördert wird

Die Kosten hängen von Gebäudegröße, Nutzungsart und Umfang ab. Eine seriöse Zahl können wir erst nennen, wenn wir wissen, worum es geht — deshalb ist das Erstgespräch kostenfrei und unverbindlich.

Die gute Nachricht: Ein erheblicher Teil ist förderfähig. Über die Bundesförderung „Energieberatung für Wohngebäude“ (EBW) bezuschusst das BAFA einen erheblichen Teil des förderfähigen Beratungshonorars, gedeckelt je nach Gebäudegröße. Wohnungseigentümergemeinschaften können zusätzlich einen einmaligen Zuschuss für die Erläuterung des Ergebnisses in der Eigentümerversammlung erhalten.

Voraussetzung: Die Beratung muss von einer Person durchgeführt werden, die in der Energieeffizienz-Expertenliste der dena eingetragen ist. Das ist kein Formaldetail — fehlt der Eintrag, entfällt die komplette Förderung. Und weil die Berufsbezeichnung „Energieberater“ in Deutschland nicht geschützt ist, lohnt sich diese Prüfung bei jedem Anbieter. Auch bei uns: Sie finden uns unter energie-effizienz-experten.de.

Die genauen Förderbeträge nennen wir Ihnen im Erstgespräch verbindlich — sie richten sich nach Ihrer Gebäudegröße und dem aktuellen Stand der Förderrichtlinie.

Warum Unabhängigkeit hier den Unterschied macht

„Kostenlose Energieberatung“ ist ein beliebtes Angebot — meist von Heizungsbauern, Dämmstoffherstellern oder Vertriebsgesellschaften. Diese Beratungen sind nicht wertlos, aber sie haben eine Richtung: Am Ende steht ein Produkt.

Wir arbeiten anders und finanzieren uns ausschließlich über das Honorar unserer Auftraggeber:

  • keine Provisionen von Herstellern oder Handwerksbetrieben
  • keine Vertriebspartnerschaften
  • kein eigener Verkauf von Anlagen, Dämmstoffen oder Modulen
  • Empfehlungen, die auch mal lauten: „Machen Sie das jetzt nicht.“

Diese Unabhängigkeit ist zugleich Voraussetzung für die Eintragung in der Energieeffizienz-Expertenliste und für die Ausstellung von Förderbestätigungen.

Energieberatung für Gewerbe und Nichtwohngebäude

Betriebsgebäude, Produktions- und Lagerhallen, Werkstätten, Büro- und Verwaltungsgebäude, Praxen, Gaststätten, Vereinsheime und landwirtschaftliche Gebäude folgen anderen Regeln als Wohnhäuser: eigenes Bilanzierungsverfahren, eigener Energieausweis, eigene Förderprogramme.

Und andere Schwerpunkte. In einer Halle liegt das größte Potenzial selten in der Dämmung, sondern in Hallenheizung, Lüftung, Beleuchtung, Druckluft und Abwärmenutzung. In Bürogebäuden dominieren häufig Beleuchtung, Kälte und Regelungstechnik. Wer Nichtwohngebäude mit Wohngebäude-Werkzeugen bewertet, kommt zu falschen Ergebnissen.

Für gewerbliche Antragsteller kommt unter anderem die Bundesförderung „Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme“ (EBN) infrage.

Rechtlicher Rahmen — was sich 2026 geändert hat

Zum 29. Juli 2026 ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) in Kraft getreten. Es löst das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ab. Die wichtigste Änderung für Eigentümer: Die einheitliche Vorgabe, dass neue Heizungen mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen müssen, entfällt. Sie können die Heiztechnik wieder frei wählen.

Das heißt allerdings nicht, dass jede Wahl gleich wirtschaftlich ist. Für Gas und Öl sind ab 2029 stufenweise steigende Anteile klimaneutraler Brennstoffe vorgesehen („Biotreppe“), ab 2028 soll eine Grüngasquote greifen, und bis 2045 müssen Heizbrennstoffe klimaneutral sein. Wer heute eine Gasheizung einbaut, trifft also eine Entscheidung über Brennstoffkosten, die in 15 Jahren anders aussehen können. Genau solche Fragen rechnen wir für Sie durch, statt sie politisch zu beantworten.

Parallel wurde zum 21. Juli 2026 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) angepasst — mit gestaffeltem Einkommensbonus, neuem Kinderzuschlag und veränderten Höchstgrenzen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Energieberatung?

Das hängt von Gebäude und Umfang ab. Im kostenfreien Erstgespräch nennen wir Ihnen einen konkreten Preis inklusive der aktuell möglichen Förderung — bevor Sie sich festlegen.

Ist die Beratung wirklich unabhängig?

Ja. Wir verkaufen keine Produkte und erhalten keine Provisionen. Unsere einzige Einnahmequelle ist das Honorar unserer Auftraggeber.

Wie lange dauert eine Energieberatung?

Von der Vor-Ort-Aufnahme bis zur Besprechung des Ergebnisses vergehen üblicherweise zwei bis vier Wochen, abhängig von Umfang und Auslastung.

Muss ich alle empfohlenen Maßnahmen umsetzen?

Nein. Der Maßnahmenplan ist eine Entscheidungsgrundlage, keine Verpflichtung. Viele Eigentümer setzen über Jahre schrittweise um — genau dafür ist die Priorisierung gedacht.

Brauche ich zusätzlich einen Sanierungsfahrplan?

Wenn Sie schrittweise sanieren und Fördermittel für Einzelmaßnahmen nutzen möchten: meistens ja. Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) →

In welchen Orten beraten Sie?

Regelmäßig in Warstein, Lippstadt, Soest, Meschede, Brilon, Paderborn und Büren sowie in der weiteren Umgebung nach Absprache.

Erstgespräch kostenfrei — und ergebnisoffen.

Schildern Sie kurz Ihr Anliegen. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags und sagen Ihnen, ob und in welchem Umfang eine Energieberatung bei Ihnen sinnvoll ist.

Vielen Dank — Ihre Anfrage ist unterwegs.

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags. Dringend? Rufen Sie gern direkt an: 0151 1784 7744.

Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags

Bitte prüfen Sie Ihre Angaben und versuchen Sie es erneut — oder schreiben Sie direkt an post@ibk.nrw.

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